Der IKIGAI-Skandal

Warum das bekannte Vier-Kreise-Modell gar kein IKIGAI ist

Was liebst du? 
Worin bist du gut?
Was braucht die Welt?
Wofür kannst du bezahlt werden?

Diese vier Fragen kennen viele Menschen als IKIGAI.

Das Diagramm ist jedoch nicht in Japan entstanden. Es geht auf ein 2012 veröffentlichtes Modell von Andrés Zuzunaga zurück, das ursprünglich Propósito hieß. Erst später wurde es mit dem japanischen Ikigai verbunden.

Damit begann eine Verwechslung, die bis heute anhält.


Warum diese Verwechslung wichtig ist

Das Vier-Kreise-Modell verbindet ein erfülltes Leben eng mit Beruf, Leistung und Einkommen.

  • Aber was geschieht, wenn dein Beruf dich nicht mehr erfüllt?
  • Was bleibt, wenn eine Aufgabe endet, die lange dein Leben bestimmt hat?
  • Und was ist mit all den Dingen, die dein Leben wertvoll machen, obwohl du damit kein Geld verdienst?

 

Was IKIGAI wirklich bedeutet

Das japanische Wort 生きがい – IKIGAI– verbindet Leben mit Wert. Es bezeichnet das, was unser Leben lebenswert macht.

Das kann eine Aufgabe sein. Aber ebenso ein Mensch, eine Beziehung, ein Ort, eine Fähigkeit oder eine kleine tägliche Freude.

Ikigai muss nicht groß sein. Es muss keine gesellschaftliche Bedeutung haben und sich nicht in einen Beruf verwandeln lassen.

Ein Spaziergang am Morgen kann IKIGAI sein. Die Fürsorge für einen Menschen. Das Erlernen eines Instruments. Die Arbeit im Garten. Eine Aufgabe, bei der du dich gebraucht fühlst. Eine Begegnung, in der du dich verbunden erlebst.

Das westliche Verständnis fragt nach dem Tun.

Das japanische IKIGAI fragt nach dem Sein.

 

Vielleicht kennst du eine dieser Stellen

  • Du hast viel Energie in deinen Beruf gegeben und merkst, dass er dich nicht mehr auf dieselbe Weise erfüllt.
  • Du erreichst viel, aber der Blick auf Leistung und äußere Ziele reicht als Antwort nicht mehr aus.
  • Zwischen Familie, Arbeit und Verantwortung findest du kaum noch Raum für dich selbst.
  • Die Kinder werden selbstständiger und du fragst dich, was das Leben jetzt noch für dich bereithält.
  • Oder du suchst nach neuen Quellen täglicher Freude und möchtest herausfinden, was deinem Leben in der nächsten Phase Richtung geben kann.

IKIGAI verlangt nicht, dass du dein Leben neu erfindest.

Es beginnt damit, wieder wahrzunehmen, was dein Leben bereits wertvoll macht – und was darin wieder mehr Raum bekommen soll.

 

IKIGAI ist kein Ziel. IKIGAI ist eine Reise.

Was unser Leben lebenswert macht, verändert sich.

Manche Quellen begleiten uns lange. Andere verlieren ihre Bedeutung oder entstehen erst in einer neuen Lebensphase.

Deshalb lässt sich die Frage nach dem eigenen Ikigai nicht an einem Nachmittag abschließen.

Sie braucht Zeit, Wahrnehmung und Raum.

 

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52 Impulse für die Frage: Was macht mein Leben lebenswert?

Ein Jahr lang begleiten dich 52 Impulse dabei, deine persönlichen IKIGAI-Quellen wahrzunehmen und weiterzuentwickeln.

Du beschäftigst dich unter anderem mit den sieben IKIGAI-Dimensionen nach Mieko Kamiya, täglichen Freuden, Resonanz, Ibasho, Ma, Selbstannahme, Beziehungen, Resilienz, Kintsugi und der Frage, was du in deinem Leben weitertragen möchtest.

Dich erwarten vertiefende Inhalte und kleinere Reflexionsimpulse, Übungen, Fragen, Musik und unterschiedliche Medien. Dazu Austausch und Begleitung in unserer App.

Du gehst in deinem eigenen Rhythmus, über die App oder am Computer. Es gibt keine festen Termine. Der Zugang zu allen Inhalten bleibt dauerhaft bestehen.


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Der Initiator

Klaus Motoki Tonn ist Gründer und Initiator von Finde Zukunft. Er hat in über 22 Jahren als Gründer von Agenturen sowie in weiteren unterschiedlichen Rollen die Veränderung von Unternehmen geprägt. Dabei kennt er Organisationen sowohl von innen als auch von außen. Er war für Großkonzerne, Start-Ups und mittelständische Unternehmen, aber auch für Kirche und Diakonie tätig.

Seine japanischen Wurzeln und der Wunsch, Menschen in ihren Lebensfragen zu begleiten, führten ihn zur Ausbildung zum Ikigai Coach. Zusammen mit Nicholas Kemp hat er den weltweit ersten Ikigai Summit veranstaltet, bei dem der Experte Ken Mogi sowie weitere Wissenschaftler:innen und Künstler:innen zu Gast waren.

Als zertifizierter Search Inside Yourself Trainer © und Time-to-Think © Facilitator führt er regelmäßig Trainings und interaktive Formate durch. Motoki ist Mitglied der International Listening Association, Stressbewältigungstrainer und zertifizierter Organizational Cultural Inventory © sowie Lean Six Sigma Trainer.

Seine Leidenschaft ist es, Communities aufzubauen, Teams und Organisationen in ihrer Entwicklung zu begleiten und Menschen dabei zu unterstützen, Sinn und Werte im Alltag sowie im Berufsleben zu entwickeln. Motoki beschäftigt sich intensiv mit den Themen Ikigai, Kintsugi und Achtsames Zuhören.

Hinter der Arbeit von Finde Zukunft steht das Beratungs- und Kreativteam von Lumen-Design und Lumen Partners.

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